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Porto Santo Stefano - "einsame" Buchten und "echtes" Italien?

Wir haben eine Ferienwohnung in Porto Santo Stefano am Monte Argentario gebucht und sind uns sicher: hierher fahren nicht so viele Touristen und hier finden wir einsame Buchten! Tatsächlich erweist sich der Ort als wenig touristisch, eher sehr "italienisch" mit all seinen Geschäften, Trattorien, Pizzerien, Eisdielen, Bäckereien ... und eben vielen Italienern.

Schöne, entlegene Buchten gibt es auch, erfahren wir im Fremdenverkehrsamt, nur kommt man da irgendwie nicht hin. Das heißt hin schon, aber man darf sein Auto nirgends parken - nur an zwei  Buchten, zu denen man hinabsteigen  muss. Oder aber man fährt mit dem örtlichen Touristenbus, der aber nicht vom Zentrum losfährt, sondern von einem entlegenen Parkplatz. Wie man da hinkommt? Mit einem anderen Bus, der aber nur circa jede Stunde fährt, um dann an dem besagten Parkplatz zu halten, von dem man auch nur circa jede Stunde weiterfahren kann....

Erscheint uns zu kompliziert. Dann fahren wir eben zu einer dieser beiden Buchten, wo man parken kann: die Bucht von Mar Morto, dem "toten Meer" klingt vielversprechend, da ideal zum Schnorcheln.

Gerade erwischen wir tatsächlich noch einen Parkplatz und machen uns auf den etwas steinigen Weg durch einen Wald ans Meer. Unsere Schnorchelausrüstung haben wir dabei, einen Schirm sowieso und an Proviant fehlt es auch nicht. Kann nichts mehr schiefgehen...

Wir laufen los und treffen wieder auf Bekanntes: Plastikflaschen, Getränkedosen, benutzte Tempotaschentücher im Wald verstreut. Erstaunlich, denn man muss erst mal hierher laufen...

Egal, die Bucht ist sicher idyllisch und wir werden 100%ig keine der von uns so verhassten Liegestuhlreihen antreffen.

Wir biegen um die letzte Ecke und sehen die Bucht: Steine über Steine, etliche Touristen und... man glaubt's kaum: Liegestühle zu mieten. Auf minimalstem Platz kann man sich wirklich seinen Liegestuhl zwischen das Wasser und die Felsen quetschen. Wir finden irgendwie noch ein Plätzchen zwischen Touristen, Steinen und Meer und machen uns auf mit Tauchermaske und Flossen.

Und müssen gestehen: es ist herrlich! Viele, kleine Fische, glasklares Wasser... Und wenn man mal drin ist im Wasser, dann sind es nur noch ganz wenige Touristen, die an einem vorbeischwimmen...

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